Fachbereich Atemschutz
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Der Fachbereich Atemschutz stellt einen der wichtigsten Bestandteile der Feuerwehr dar und kommt immer dann zum Einsatz, wenn sich Einsatzkräfte in Bereichen mit gefährlichen Atemgiften, Rauch oder Sauerstoffmangel aufhalten müssen. Typische Einsatzlagen sind Brände in Gebäuden, Tiefgaragen oder Industrieanlagen sowie Einsätze mit gefährlichen Stoffen oder in verrauchten Bereichen. Die speziell ausgebildeten Atemschutzgeräteträger sind in der Lage, unter schwerem Atemschutz in stark verrauchten oder schadstoffbelasteten Umgebungen zu arbeiten. Mithilfe von umluftunabhängigen Atemschutzgeräten können sie unabhängig von der Umgebungsluft eingesetzt werden und so Menschen retten, Brände bekämpfen oder Gefahrenstellen erkunden.
Zu den Hauptaufgaben des Atemschutzes gehören insbesondere die Menschenrettung aus verrauchten oder gefährdeten Bereichen, die Brandbekämpfung im Innenangriff sowie die Durchführung von Erkundungsmaßnahmen. Dabei arbeiten Atemschutztrupps grundsätzlich nach festgelegten Einsatzgrundsätzen und immer im Trupp, um ein Höchstmaß an Sicherheit für die eingesetzten Kräfte zu gewährleisten. Ein weiterer wichtiger Bestandteil des Atemschutzwesens ist die sorgfältige Überwachung der eingesetzten Trupps. Während eines Einsatzes werden Atemschutzgeräteträger durch einen Atemschutzüberwacher kontrolliert, der Einsatzzeiten, Luftvorräte und den Status der Trupps im Blick behält.
Die Tätigkeit als Atemschutzgeräteträger stellt hohe körperliche und psychische Anforderungen an die Einsatzkräfte. Daher müssen die Mitglieder des Fachbereichs regelmäßig an medizinischen Untersuchungen teilnehmen und ihre körperliche Fitness nachweisen. Zusätzlich finden regelmäßig Ausbildungen, Belastungsübungen und Einsatztrainings statt, um den sicheren Umgang mit der Ausrüstung sowie das taktische Vorgehen unter Atemschutz zu trainieren.



